Gelesen

Gelesen: All die verdammt perfekten Tage

22. Februar 2016

Es gibt eine neue Kategorie auf dem Blog! In der Kategorie „Gelesen“ werde ich künftig über Bücher schreiben, die ich gelesen habe und die mir gefallen haben. Leider lese ich bei Weitem nicht so viel, wie ich gerne hätte aber ganz ehrlich, neben den vielen Texten, die ich für die Uni lese, fehlt mir manchmal einfach die Lust. Aber es waren Semesterferien und so konnte ich mich mal wieder ein paar anderen Sachen widmen.

Ich habe „All die verdammt perfekten Tage“ von Jennifer Niven vor allem gegen Ende regelrecht eingesaugt. In dem Roman geht es um Finch, ein Junge, der von allen nur Freak genannt wird und unter Depressionen leidet. Ebenfalls geht es um Violet, die ihre ältere Schwester bei einem Autounfall verloren hat. Das Schicksal bringt die Beiden zusammen, als sie Beide gleichzeitig auf dem Glockenturm ihrer Schule – sechs Stockwerke über dem Grund – stehen und plötzlich bemerken, dass sie mit ihrer Absicht nicht alleine sind. Abwechselnd wird die Geschichte von den Beiden jeweils aus Violets und Finchs Perspektive erzählt. Doch während Finch Violet hilft, ihr Leben wieder zu geniessen, hat Finch Schwierigkeiten, im Hier und Jetzt zu bleiben.

Jennifer Niven hatte einen Urgrossvater, der sich das Leben nahm. Auch ein Junge, den sie liebte, hat sich umgebracht. Man merkt dem Buch an, dass es versucht, Licht auf die dunklen Seiten zu werfen, die in einem Menschen sein können. Finchs Krankheit wird sehr ehrlich und sehr anschaulich durch ihn selber erklärt und obwohl er sich nicht schubladisieren lassen will, ist von Anfang an klar, dass niemand so etwas alleine durchzustehen haben sollte. Aber auch Violets Trauma, der Verlust ihrer Schwester, wird auf eine Art und Weise erzählt, dass man den Schmerz nachempfinden kann. Begleitet wird die Geschichte von vielen Ausflügen, die die Beiden eigentlich für ein Schulprojekt unternehmen, die aber schon bald zu ihren perfekten Tagen werden.

„Ich betrachte sie genau. Ich kenne das Leben gut genug, um zu wissen, dass man nicht von den Dingen erwarten kann, für immer da zu sein oder stillzustehen, selbst wenn man es sich von Herzen wünscht. Man kann nicht verhindern, dass Menschen sterben. Man kann sie nicht daran hindern, wegzugehen. Man nicht einmal sich selbst daran hindern. Ich kenne mich gut genug, um zu wissen, dass niemand ausser mir selbst mich wachhalten kann. Das liegt einzig und allein bei mir. Aber Herrgott, wie sehr ich dieses Mädchen mag.“ (All die verdammt perfekten Tage, Jennifer Niven)

Es ist eine tragische und auch kitschige Liebesgeschichte. Und das ist okay, solange es dadurch wett gemacht wird, dass sich die beschriebenen Gefühle wirklich anfühlen und ich finde, das ist Jennifer Niven gelungen. Sie schafft es, das Glück aber auch die Dunkelheit in Worte zu fassen.

Ich würde dieses Buch allen empfehlen, die auch John Green mögen, da der Stil in die gleiche Richtung geht. Es ist definitiv ein Buch fürs Herz.

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1 Comment

  • Reply Kiss & Make-up 29. Februar 2016 at 21:55

    Good to hear you enjoyed the story and the writing style.
    Kiss & Make-up veröffentlichte kürzlich: Make-up look | Bronze, purple and pinkMy Profile

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