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Get to Know Us TAG – Lern üs CH-Blogger kenne

22. April 2017

Die liebe Vali hat einen tollen Tag ins Leben gerufen! Die Schweizer Bloggerszene ist zwar überschaubarer als in anderen Ländern aber wir sind doch mittlerweile einige Bloggerinnen und Blogger, Youtuberinnen und Youtuber und Influencer. Deshalb hat Vali den „Get to Know Us“-Tag ins Leben gerufen.

Getaggt wurde ich von der lieben Sonja von Koschka – Danke! :)

1. Warum gehörst du zur Gruppe „CH-Blogger“?

Ich wohne in der Schweiz, wurde hier geboren und kaufe die meisten Produkte, über die ich schreibe, hier. Ich bin zwar auch halb Italienerin aber da ich auf Deutsch schreibe, identifiziere ich mich mehr mit der Schweizer Bloggerszene.

2. Über was bloggst du eigentlich?

Hauptsächlich über Kosmetik und Pflege. Zwischendurch aber auch über andere Lifestylethemen, Persönliches oder Politik. Italian Nights ist in erster Linie ein Hobby und ich versuche nicht, den Blog zu meinem Hauptberuf zu machen.

Inika Foundation-Review

3. Welche sind deine Besonderheiten blogtechnisch?

Seit diesem Jahr blogge ich etwas öfter über Naturkosmetik und tierversuchsfreie Produkte. Ich habe mir vorgenommen, soweit es geht auf Produkte von grossen Konzernen zu verzichten, bei denen die Herstellungsbedingungen nicht transparent sind.

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Lifestyle Persönlich

Der Weihnachts-Tag

20. Dezember 2016

Weihnachten ist bald da! Und um mich (und vielleicht euch auch ein bisschen) auf das Fest einzustimmen, beantworte ich heute ein paar Fragen rund um das Fest der Liebe :)

Wie feierst du Weihnachten? Gibt es besondere Traditionen?

Unsere Tradition ist es vor allem, dass wir am 24. Dezember den Weihnachtsbaum aufstellen und schmücken. Ebenfalls an Heiligabend feiern wir immer mit der Familie bei einem leckeren Abendessen. Meistens gehen wir dann auch noch zur Kirche.

Wie war deine erste Weihnacht?

Da ich da knapp ein halbes Jahr alt war, kann ich mich nicht mehr wirklich daran erinnern :D

Lieblings-Weihnachtsfilm?

Ich schaue seit einigen Jahren immer „Liebe braucht keine Ferien“ und „Tatsächlich… Liebe“ in der Weihnachtszeit. Ohne die zwei Filme fehlt einfach etwas :)

Lieblings-Weihnachtssong?

Ich liebe „Let it Snow“, interpretiert von Jamie Cullum und „Have Yourself A Merry Little Christmas“, interpretiert von Mary J. Blige.

Trinkst du über die Weihnachtszeit lieber Tee oder Kakao?

Tee! Ich bin nicht so der Kakao-Trinker. Und zu Weihnachten passen Teesorten mit Zimt und anderen weihnachtlichen Gewürzen super.

Plätzchen selber backen oder kaufen?

Dieses Jahr hätte ich mal wieder Lust auf backen gehabt aber irgendwie ging es dann doch unter.. Daher eher kaufen. Meine Lieblingssorte sind übrigens Zimtsterne und die finde ich ziemlich schwierig zum selber Backen!

Wann beginnst du mit dem Weihnachtsshopping?

Sehr, sehr früh. Letztes Jahr war ich, glaube ich, schon im Oktober fleissig :D Dieses Jahr war es etwas später aber Anfang Dezember hatte ich schon fast alle Geschenke beisammen.

Hast du dieses Jahr einen besonderen Wunsch?

Was materielle Dinge anbelangt bin ich absolut zufrieden. Für mich persönlich wünschte ich mir eine bessere Gesundheit. Und für die Welt wünschte ich mir ein wenig mehr Mitgefühl und Menschen, die handeln und zwar für den Frieden.

Was ist deine Lieblings Weihnachts-Süssigkeit?

Oh, das ist schwierig. Ich mag Lebkuchen mit Schokoladenüberzug zu Weihnachten sehr gerne aber ich finde, der Toffee Nut Latte von Starbucks geht auch gut als Süssigkeit durch!

Was war dein schönstes Weihnachtsgeschenk?

Über diese Frage habe ich echt lange nachgedacht und mir ist nicht spontan ein Geschenk eingefallen, dass ich hier erwähnen könnte. Ich persönlich finde auch nicht, dass es an Weihnachten nur um Geschenke geht. Der ganze Konsumwahn nimmt Jahr für Jahr grössere Ausmasse an und um ehrlich zu sein, wird mir manchmal etwas schlecht davon. Ich glaube, ich bin gut darin, Geschenke zu geben. Ich mache mir Gedanken und ich kaufe selten ein Geschenk, nur damit ich etwas geschenkt habe. Und mir bereitet Schenken richtig viel Freude. Was ich an Weihnachten aber am meisten schätze ist die Tatsache, dass man sich Zeit nimmt. Für die Familie, für Freunde. Deshalb würde ich sagen, dass das grösste Weihnachtsgeschenk für mich ist, mit geliebten Menschen zusammen sein zu können. Und für mich ist Weihnachten jedes Jahr wieder eine Zeit der Dankbarkeit. Für mein Leben, für meine Religion, für die Dinge, die ich habe.

3 Begriffe die du mit Weihnachten verbindest?

Familie, Gott, Licht

– Beitragsbilder: Pexels.com (1, 2, 3)

Persönlich Reisen

Wochenrückblick: 3. – 9. Dezember

11. Dezember 2016

Verzeiht meine etwas längere Abwesenheit hier. Die letzten Wochen waren etwas hektisch und letztes Wochenende war ich spontan mit einer Freundin in Paris. Deshalb gibt es in diesem Wochenrückblick ein paar Erinnerungen an die sonnigen Tage in der Stadt der Liebe :)

Gesehen: Da wir nur etwas mehr als zwei Tage in Paris waren, haben wir die Sehenswürdigkeiten vor allem aus der Ferne bestaunt. Dennoch waren wir beim Louvre, im Jardin des Tuilerie, auf dem Place de la Concorde, der Champs Elysées, bei der Cathédrale Notre-Dame de Paris und am Ende noch ganz kurz beim Eiffelturm – der darf schliesslich nicht fehlen ;)

#toureiffel #eiffelturm #paris #bw

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#paris #carousel

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Touri-Foto 🙈 #notredame #paris

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Gelesen: Gelesen habe ich wirklich nicht viel, ausser Dingen für die Uni. Ich habe allerdings ein neues Buch angefangen, „Tante Poldi und die Früchte des Herrn“.

Gehört: Das Album „Trading Change“ von Jeremy Loops ist bei mir immer noch hoch im Kurs. Aber auch „Love + War“ von Kwabs habe ich oft gehört.

Getan: Auf dem Place de la Concorde stand ein Riesenrad, mit dem wir gefahren sind.

#paris #sunnyday

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Gegessen: Macarons bei Angelina, Galettes de pommes de terre am Weihnachtsmarkt, Burger, Dumplings und Croissants

Angelina Paris #macarons #paris #sweet

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Getrunken: Glühwein!

Gedacht: Es lebt sich wirklich gut in der eigenen kleinen heilen Welt. Aber manchmal muss man eben auch mal kurz aus dieser Welt raus, damit man besser versteht, warum andere Menschen anders denken.

Gefreut: Dass ich die letzten paar Weihnachtsgeschenke zusammen gekriegt habe!

Gelacht: Gestern im Radio auf SRF3 gehört: Der Minergieadventskalender :D

Geärgert: Beim Abflug nach Paris hatten wir über eine Stunde Verspätung, das war ein wenig ärgerlich.

Gekauft: Natürlich haben wir einiges eingekauft. Meine Lieblingseinkäufe waren aber mit Sicherheit die Jaclyn Hill Champagne Collection Face Palette von Becca, ein Ring vom Weihnachtsmarkt an der Champs Elysées, ein Parfum von Escentric und einige Sachen von Muji (unter anderem ein Ringhalter).

Geklickt: Enjoymedia.ch, weil noch ein paar Weihnachtsgeschenke ran mussten ;)

Alle Fotos gibt es natürlich auf Instagram!

Persönlich Talk

Talk: 25 Dinge, die ich in 25 Jahren gelernt habe

12. Juli 2016

Ich bin 25 Jahre alt geworden und spätestens jetzt kann ich mir nicht mehr einreden, dass die Zahl 30 noch weit weg ist. Das ist okay, das ist das Leben. Hier sind mehr als 25 Dinge, die ich in 25 Jahren gelernt habe.

25 dinge 3

Definiere ein paar Sachen. Such dir einen Lieblingsfilm und einen Lieblingssong aus und wenn die Leute dich danach fragen, dann erzähl es ihnen.

Dein Körper ist nicht zu einhundert Prozent gesund. Sei wachsam, höre auf ihn. Er wird dir sagen, wenn etwas nicht stimmt. Hinterfrage deine Ärzte aber vertraue ihnen. Schätze dich glücklich, dass du trotzdem fast alles machen kannst.

Sport wird nie dein Hobby sein. Gib nicht auf.

Die Beziehung zu deinem Glauben wir nicht immer einfach sein. Bitte hab nie das Gefühl, dass du etwas nicht sagen darfst, weil es Menschen gibt, die nicht an Gott glauben. Du kannst sie respektieren, sie sollten auch dich respektieren.

Du musst nicht zu allem eine Meinung haben.

Es gibt Momente, da ist es besser, nichts zu sagen. Niemand kann dich dazu zwingen.

Du wirst alleine an Apéros und Konzerte gehen. Bewege dich ausserhalb deiner Komfortzone. Realisiere, wie viel Platz du in öffentlichen Räumen einnimmst.

Beharre auf deinen Platz. Wenn dir jemand zu nahe kommt, mache es dieser Person klar.

Es gibt immer etwas, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Wenn nichts bleibt, bleibst du dir selbst.

25 dinge 2

Wenn du dich während deines Studiums mal wieder wie der grösste Versager fühlst und die Prüfungssession dir sämtlichen Appetit raubt, denk dran: Viele Gefühle sind nur temporär. Manche Menschen – aber vor allem du selbst – wollen dich kleiner machen als du bist. Lasse das nicht zu.

25 mag dir wie eine grosse Zahl vorkommen aber die Wahrheit ist, der grösste Teil liegt noch vor dir.

„Sei einfach ein guter Mensch, dann ist alles erlaubt.“ – Gerard

Für jedes Mal, wo du dir gewünscht hast, sie würden bleiben und sie dann doch gegangen sind: Du hast es überstanden. Du wirst es wieder überstehen.

Wenn die Leute dir sagen „In zehn Jahren wirst du das anders sehen“, dann lass sie. Vielleicht haben sie Recht. Vielleicht auch nicht.

Zeit kann aus besten Freunden Freunde, aus Freunden Bekannte und aus Bekannten Fremde machen. Das schmälert nicht, was mal war und du hast es immer noch selber in der Hand.

Verzeihen ist wichtig aber verstehe, dass nicht alle Menschen einen Platz in deinem Leben verdient haben.

Du wirst Fehler machen, viele. Akzeptiere, dass du fehlbar bist. Entschuldige dich und meine es auch so.

Du stehst auf Captain America-Filme, tanzt gerne zu Musik von One Direction, heulst manchmal bei „Die Bachelorette“ und für ein Konzert der Band Blue würdest du ein Date absagen – das bist du, lass dir von niemandem etwas anderes weismachen.

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Persönlich Talk

Talk: #30daysofbiblelettering

12. Mai 2016

Das Projekt #30daysofbiblelettering wurde von Stefan Kunz (der übrigens auch den Schriftzug für meinen Blog-Header gestaltet hat), Melissa Smith, Andrea Howey, George Cibu und Eva Winters im April ins Leben gerufen. Es handelte sich dabei um eine Instagram-Challenge, die daraus bestand, jeden Tag einen Bibelvers zu posten – dabei konnte man den Vers entweder von Hand gestalten aber auch mit Photoshop oder anderen Apps erstellen. Neben der Tatsache, dass man sich so jeden Tag für einen bestimmten Zeitraum mit der Bibel auseinander setzt, gab es auch den positiven Effekt, dass Instagram mit positiven Botschaften aus der Bibel gefüllt wurde. In den 30 Tagen sind über 18 000 Beiträge gepostet worden.

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Bild von Stefan Kunz

Wieso und wie habe ich daran teilgenommen? Seit letztem Herbst setze ich mich vermehrt mit der Bibel auseinander und versuche, sie Stück für Stück zu lesen. Ich bin ein religiöser Mensch aber mir ist auch bewusst geworden, wie wenig ich über meine eigene Religion weiss. Da die Bibel die Grundlage fürs Christentum ist, finde ich, dass ich auch wissen sollte, was drin steht. Und die Challenge war somit ein guter Ansporn. Die Urheber der Challenge hatten zwar Verse für die 30 Tage ausgesucht aber man durfte sich auch die Freiheit nehmen und andere Verse posten. Da ich selber die Verse mit Apps erstellt habe (leider bin ich kein Handlettering-Künstler), habe ich dafür andere Verse genommen, die mir während meines Bibelstudiums aufgefallen sind. Ich finde es wichtig anzumerken, dass es sich hierbei nicht um klassische Exegese handelt. Die Verse werden nicht interpretiert oder ausgelegt, sondern aus dem Kontext gerissen.

Da es mir grossen Spass gemacht hat, jeden Tag einen Vers zu posten und mir die Challenge meine Religion noch ein Stück näher gebracht hat, möchte ich die Bilder von meinem Instagram auch hier nochmals posten. An dieser Stelle ist mir wichtig zu sagen, dass ich respektiere, wenn jemand von euch nichts damit anfangen kann. Ich hoffe, ihr könnt auch respektieren, dass es mir sehr viel bedeutet.

Ich habe für die Erstellung der Bibelverse die Apps Rhonna Design und Over verwendet.

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Matthäus 28, 20: Das ist mit Abstand einer meiner liebsten Bibelverse. Als ich vor Jahren mal in Taizé war (ein Wallfahrtsort für Jugendliche in Frankreich), hörte ich diesen Vers während einer Predigt und er hat mich seitdem nicht mehr losgelassen.

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Jesaja 43, 2

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„Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hergab. Nun werden alle, die sich auf den Sohn Gottes verlassen, nicht zugrunde gehen, sondern ewig leben.“ Johannes 3, 16

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Matthäus 5, 8

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Psalm 4, 4

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Apostelgeschichte 1, 8

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Matthäus 5, 44

Es gibt Bibelstellen, die sind schwierig. Christ sein ist nicht immer einfach und ich glaube gerade in der jetzigen Zeit ist es wieder schwieriger geworden. Es ist einfach, religiös zu sein, wenn es keine Probleme gibt. Aber die Probleme, die stehen jetzt vor unserer Tür und es wird sich zeigen, wir wir auf sie zugehen. Es gibt auch eine Bibelstelle, wo steht, dass man das Gute lieben und das Böse hassen muss, was also im Gegensatz zu diesem Zitat steht. Ich denke, man sollte keine Rache üben. Ich denke, man sollte Falsches strafen aber mit Mitteln, die unser Rechtsstaat vorsieht. Und ich denke, man muss am Ende das Tages sagen können: Ich habe alles getan, was in meiner Macht steht.

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Persönlich Talk

Talk: Einer dieser Tage

29. März 2016

Anmerkung: Diesen Text habe ich noch vor Ostern geschrieben. Dann kam der Sonntag und mit ihm die Neuigkeiten über Rechtsextreme in Brüssel und Anschläge in Lahore. Auch darüber mache ich mir Gedanken.

Es war einer dieser Tage. Einer dieser Tage, weil es nicht das erste Mal war und das letzte Mal leider nicht all zu weit weg gewesen ist. Ich hatte es dieses Mal am Radio gehört. Brüssel. Danach bin ich auf Twitter gegangen. Mein Herz rast. Ich habe einen Kloss im Hals. Nicht schon wieder. Bitte nicht.

Das Letzte, was ich in so einem Moment will, ist etwas sagen. Ich denke dann immer, dass keine Worte der Welt dem gerecht werden können, was passiert ist. Nichts was ich sage, wird irgendwas besser machen. Und dann denke ich: Wenn ich schweige, habe ich das Gefühl, ich würde akzeptieren, was passiert ist. Und das tue ich nicht. Das will ich nicht.

Es ist wieder passiert. Und ich nehme zur Kenntnis, dass alles schon etwas routinierter ist: Die Berichterstattung, der „Morgen danach“, die Solidaritätsbekundungen, die Analyseberichte. Routinierter Ausnahmezustand – als ob es sowas gibt. Ich nehme zur Kenntnis, dass ich weniger dreifarbige Profilbilder sehe. Es ändert nichts, die Hauptsache ist, dass ich weiss, was es mit mir macht. Und daran ist nichts Routine. Die Gefühle schwappen über, der Tag wirkt wie gedämpft, der Schmerz sitzt tief. Viele Worte an den Herren da oben, möge die Liebe siegen und nicht der Hass. Mögen die Leute verstehen, dass Europa es spätestens dann verpasst hat, als Kollektiv zu handeln, als Grenzen geschlossen wurden. Ein Teil von dem, was die bösen Menschen wollen, ist doch schon eingetroffen. Trotzdem hoffen, niemals die Hoffnung aufgeben. Denn es macht mir etwas aus, wenn unschuldige Menschen sterben, egal wo auf der Welt. Es macht mir etwas aus, dass analysiert wird, wessen Schuld das alles ist, wenn die unbequeme Wahrheit vielleicht ist, dass wir alle irgendwie Schuld sind. Worte ändern daran auch nichts.

Routinierter Ausnahmezustand – als ob es sowas gibt.

Und auch wenn es manchmal zu viele Berichterstattungen, Tweets und Facebook-Status zu diesem Thema sind: Wir sollten nicht aufhören, darüber zu reden. Wir sollten versuchen zu verstehen, wieso das alles passiert und was wir dagegen tun können. Und wir sollten dafür kämpfen, dass nicht die Angst und der Hass gewinnt. Sondern die Liebe und der Respekt vor dem Nächsten.

Ich empfehle euch an dieser Stelle Kathis Beitrag zu den Geschehnissen, der mir sehr aus der Seele gesprochen hat.

– Beitragsbild: pixabay.com

Persönlich Talk

Talk: Fünf Tage ohne Social Media

3. März 2016

Es ist zwar schon wieder ein bisschen her aber ich wollte euch noch von meiner Offline-Woche berichten!

Fünf Tage ohne Social Media und das Fazit ist, dass es keine erwähnenswerten Nebenwirkungen gab. Es gab keine Erleuchtung, keine grundlegenden Veränderungen. Ich denke, das ist okay. Mein Social Media-Konsum scheint nicht so bedenklich zu sein, wie ich zuerst dachte.

Die Welt ist weder leiser noch besser geworden. Ich habe zwar dank meiner Abwesenheit auf Twitter weniger „Non-News“ gelesen und es tat wirklich gut, mal abseits von Online-Portalen wie 20 Minuten oder Watson zu sein. Ich habe dafür wieder etwas bewusster Zeitung gelesen und Radio gehört aber als ich mich dabei fragte, ob mir diese Art von News-Konsumation besser zusagt, konnte ich das irgendwie nicht bejahen. Momentan habe ich ein bisschen Mühe mit der Medienlandschaft allgemein und mir fehlen richtig gute Berichterstattungen (und das Geld für ein NZZ-Abonnement ;)).

Die Welt ist weder leiser noch besser geworden.

Die Sache ist wahrscheinlich die: Gerade Twitter ist für mich in erster Linie ein zusätzliches Informationsmedium, das bei der Geschwindigkeit unschlagbar ist gegenüber klassischen Medien wie Zeitung oder Radio. Daher wird Twitter auch künftig ein wichtiger Teil meines Alltages sein, weil ich gerne über das Weltgeschehen informiert bin und weil dieses Informiert-Sein auch seinen Beitrag zu meinem Studium leistet.

Einen kleinen Nebeneffekt gab es allerdings: Nach fünf Tagen ohne twittern oder Facebook-Status verfassen, vergeht einem auch die Lust daran. Zumindest ist mir die Lust vergangen. Vielleicht, weil die Worte nach fünf Tage „schweigen“ plötzlich wieder mehr Gewicht haben. Vielleicht, weil ich gemerkt habe, dass sich die Welt in fünf Tagen nicht verändert hat und auch meine Worte daran nichts ändern werden. Ich taste mich gerade wieder etwas heran aber ich twittere zurzeit nicht so regelmässig und auch hier auf dem Blog ist es gerade etwas ruhiger.

Ich fühle mich etwas „Social Media-müde“ und ich denke, dass das auch mit den Geschehnissen in Europa und dem Rest der Welt zu tun hat. Wir führen momentan Diskussionen über menschliche Tragödien, als ob irgendjemand das Recht hätte darüber zu entscheiden, ob jemand vor Krieg fliehen darf oder nicht. Am vergangenen Sonntag haben wir in der Schweiz über vier wichtige Vorlagen abgestimmt und gerade was bei der Durchsetzungsinitiative im Vorfeld in den sozialen Netzwerken so abgegangen ist, war schwierig für mich zu verdauen. Aber gerade wenn es um politische Themen geht, finde ich die sozialen Netzwerke wertvoll. Man wird – ob man es will oder nicht – mit Meinungen konfrontiert, die einem vielleicht gar nicht zusagen. Es ist immer einfach, wenn man einen Freundeskreis hat, der die eigene politische Gesinnung versteht aber wenn man erst mal sieht, wie viele Menschen anders denken, wird man eher aktiv und setzt sich bewusster mit einem Thema auseinander.

Man wird – ob man es will oder nicht – mit Meinungen konfrontiert, die einem vielleicht gar nicht zusagen.

Und dann denke ich mir: Ich führe einen Blog, wo ich mehrheitlich über Kosmetik schreibe. Solange mir das Spass macht, ist das okay. Aber ich muss wohl akzeptieren, dass es auch Zeiten geben wird, wo es mir nicht so Spass macht und sich dieser Blog auch mal sinnlos anfühlt, so wie gerade jetzt. Daher werde ich wohl auch nicht wöchentlich posten, so wie ich das letztes Jahr getan habe. Vielleicht fallen mir neue Themenbereiche ein, über die ich schreiben kann. Aber das ist gleichzeitig ein kleiner Selbstfindungstrip, den ich nicht unbedingt (nur) online ausleben möchte :)

Wenn ich eines aus diesen fünf Tagen mitnehme, dann wohl folgendes: Ich werde meine Online-Präsenz überdenken und meine Möglichkeiten besser nutzen. Ich werde versuchen, wieder mehr Worte mit Gewicht und weniger Banales zu posten.

– Beitragsbild: pixabay.com