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Talk: Neuanfänge

20. September 2015

Was ich vergangene Woche gelernt habe:

Neuanfänge werden nicht unbedingt einfacher, je älter man wird. Man wird immer nervös sein und Bauchschmerzen haben, wenn man das erste Mal an einem neuen Ort sein muss. Man wird immer Angst haben, dass die anderen einen doof finden und man keinen Anschluss findet. Man wird immer das Gefühl haben, man sei für diese spezielle Situation nicht gemacht.

Man kann auch mit 24 Jahren noch Heimweh haben. Das Vertraue und Bekannte liegt einem so nah, dass das Neue einem grosse Angst einjagen kann. Selbst wenn man super nette WG-Mitbewohner hat, kann einem die Busfahrt morgens schrecklich einsam vorkommen.

Ich mache zwar jetzt ein Master-Studium, fand das Konzept der akademischen Forschung aber immer seltsam. Einerseits finde ich es absolut spannend, was uns die heutigen Forschungsmethoden ermöglichen und wie man Konzepte, Theorien und Variablen zu einem plausiblen Outcome zusammenfügen kann. Auf der anderen Seite denke ich mir immer, dass ich sowas nicht kann und dass es vielleicht zu gewissen Themen ein paar Papers zu viel geschrieben worden sind.

Es kostet einiges an Anstrengung, für 45 Minuten aufmerksam zuzuhören und nicht aufs Handy zu schauen. Ich muss wieder lernen, fokussierter zu sein.

Vergleiche machen viel kaputt. Natürlich werde ich hier nicht die gleichen Freundinnen finden, die ich im Bachelor-Studium gefunden habe. Und die Leute hier ticken nicht gleich. Das ist normal und das ist gut. Neues ist in erster Linie nicht schlecht, sondern einfach anders.

Manchmal gehen Freundschaften auseinander, im Guten wie im Schlechten. Aber man kann diese Menschen auch Jahre später wieder treffen und irgendwo seinen Frieden damit schliessen. Auch wenn diese Person kein Teil mehr des eigenen Lebens ist, bedeutet das nicht, dass sie einem egal geworden ist.

Ich habe einen Haufen tolle Menschen um mich herum. Wie viele wichtige Personen mich am vergangenen Montag Abend nach meinem Tag gefragt haben, hat mein Herz richtig erwärmt.

Manchmal fühlt man sich alleine, ja. Aber eigentlich ist man es nur sehr selten.

– Beitragsbild: pixabay.com

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Talk: Elend und Sympathie

16. August 2015

In letzter Zeit wache ich morgens auf und empfinde eine grosse Dankbarkeit. Ich bin dankbar, dass ich in einem Land lebe, das politisch stabil ist. Ich bin dankbar, dass in allen Bädern in unserem Haus Wasser aus dem Wasserhahn fliesst. Ich bin dankbar, dass ich raus auf die Strasse gehen kann und tun kann, was ich will. Ich bin dankbar, dass ich studieren kann. Ich bin dankbar, dass ich eine Ärztin habe, die sich um meine Krankheit kümmert. Ich bin so dankbar, dass in dem Land, wo ich lebe, kein Krieg herrscht.

Die Medien, Politiker und nicht zuletzt wir selbst haben Begriffe für die jetzige Situation gefunden. Asyldebatte. Flüchtlingswelle oder –zustrom. Wirtschaftsflüchtlinge. Asylgegner. Ich fand den Artikel „Von Menschen und Massen“ in diesem Zusammenhang sehr passend. In meinen Augen ist das, was zurzeit in Europa passiert, nur eines: Eine humanitäre Katastrophe, die horrende Ausmasse erreicht hat. Und wir alle tun viel zu wenig.

Jedes Jahr im Sommer wird ein Militärflugplatz in der Nähe von Luzern für ein paar Wochen zum Haupteinsatzflugplatz der Schweizer Armee. Das bedeutet, dass für mehrere Wochen sehr viel mehr Kampf-Flugzeuge über die Häuser fliegen. Das kann sehr laut werden. Und ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich denke: Muss das sein? Müssen die unbedingt jetzt fliegen? Wieso machen die so einen mega Lärm? Und dann denke ich: Wow. Schön, dass ich keine anderen Probleme habe. Denn nüchtern betrachtet könnte ich jetzt in einem Land sein, wo Krieg herrscht und der ohrenbetäubende Lärm eines F/A-18 würde bedeuten: Vielleicht bin ich in einer Minute tot.

Wir müssen aufhören zu glauben, dass wir irgendwas getan haben, um nicht in dieser Situation zu sein. Weder ich noch du haben etwas dafür getan, in diesem Land geboren zu sein. Unsere Nationalität ist das Resultat von Dingen, die in der Vergangenheit zwar so passiert sind, die aber genauso gut anders hätten passieren können. Wir Schweizer haben Glück, dass wir es so gut haben. Natürlich spielt die Wirtschaft eine Rolle und natürlich spielt die Politik eine Rolle aber es gibt so viele Faktoren, die nicht beeinflussbar sind.

Wenn ich mich so in meinem Zimmer umschaue, empfinde ich in letzter Zeit manchmal etwas Übelkeit. Ich habe so viel, viel zu viel. Und dann gibt es die Menschen, die vielleicht ebenfalls so viel hatten. Und dann explodierte vor ihrem Haus die Bombe und das war das letzte Zeichen, dass es Zeit ist, zu gehen. Wohin, geschweige denn wie man den Weg bewältigen soll, das sagt einem niemand. Und dann kommt man nach Europa und anstatt Hilfe zu erhalten, wird man zur Naturkatastrophe. Zu etwas, was niemand hat kommen sehen. Zu einer Last.

Es ist genug. Ich habe so viele Kommentare gesehen, bei denen es mir schlecht wird. Auch jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, habe ich einen flauen Magen. Woher kommt dieser Hass gegen Menschen, die einem nichts getan haben? Was hat eine Familie, die geflohen ist, damit zu tun, dass andere unzufrieden sind und sich sogar bedroht fühlen? Ich kann das Wort Asylgegner nicht mehr hören. All diese menschenfeindlichen Rassisten stellen eine wahre Gefahr für unsere Welt dar. Diese Menschen sind mit der Grund, wieso die Lage so schlecht ist und wieso ich zurzeit Mühe habe, stolz auf mein Land oder Europa zu sein.

In der Zentralschweiz wird – wie in der ganzen Schweiz – noch eine Lösung gesucht. Dabei wird vergessen, dass es eine Lösung als solches nicht gibt. Und dass niemand bereit ist, die Probleme dort zu bekämpfen, wo sie entstehen. Das Problem ist, dass so viele Menschen unsere Hilfe brauchen und wir sie ihnen verweigern. Weil wir lieber die Bürokratie dafür verantwortlich machen, dass wir keinen Platz finden. Weil wir die Last lieber aufs Nachbarland abwälzen (wie soll Italien mit der Situation klarkommen, wenn wir es selber nicht können?) und unsere Hände in Unschuld waschen. Die Gemeinden beschweren sich über die Vorgaben vom Kanton und vergessen dabei, dass sie der Kanton sind.

Worte sind nicht wirklich genug um die Ohnmacht zu beschreiben, die ich fühle. Ich habe das Gefühl, dass ich nichts tun kann gegen all dieses Elend und gegen all das Schlechte. Ich kann niemandem sein Zuhause zurückgeben. Ich kann niemanden sagen, dass alles gut wird, denn das wird es nicht. Nie wieder. Manchmal wenn ich Bus fahre, sitzen viele junge Männer drin, manchmal ganze Familien. Ganz in der Nähe von meinem Haus steht ein kantonales Asylzentrum, das seit sehr langer Zeit überbelegt ist. Ob ich jemals Probleme mit irgendjemanden aus diesem Haus hatte? Nein. Ich frage mich eher, wie Menschen unter solchen Umständen leben können. Deshalb macht es mir keine Angst, wenn im Bus viele Menschen sind, die vermutlich Asyl beantragen wollen. Es stimmt mich einfach nur traurig.

Was kann ich tun? Ich kann mich gegen die Leute in meinem Umfeld wehren, die rassistische und fremdenfeindliche Äusserungen machen. Ich kann spenden. Ich kann versuchen, aktiv zu werden. Aber das alles scheint nur ein Tropfen auf den heissen Stein zu sein. Ganz Europa – und die ganze Welt – sieht zu und tut viel zu wenig.

In einem Ethik-Kurs an der Uni haben wir immer wieder über die beiden Begriffe „empathy“ und „sympathy“ gesprochen. Es sind diese beiden Eigenschaften, die uns Menschen zu moralisch handelnden Wesen machen. Was ich mich bei den Geschehnissen der letzten Zeit immer wieder frage: Wie wird unser jetziges Verhalten auf uns zurück fallen? Alles hat Konsequenzen. Wir werden diese früher oder später erfahren.

Hier ein eindrückliches Video von Neil Gaiman, der Flüchtlingscamps im Jordan besucht hat.

Ein meiner Meinung nach guter Kommentar in der Aargauer Zeitung, mit dem Appell, sich in der Flüchtlingsdebatte wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren.

– Beitragsbild: pixabay.com

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Talk: So sein wollen wie Youtuber

12. April 2015

Letztens sah ich mir auf Youtube ein „Get Ready With Me“-Video einer Beauty-Bloggerin auf Youtube an. Ich folge einigen amerikanischen, britischen und englischen und auch deutschen Beauty-Bloggern auf Youtube und habe durch die Video-Plattform einiges gelernt, was Kosmetik und Schminken angeht. Ich liebe „What’s in my Bag“-Videos und ich sehe mir gerne Vlogs von Mädels an, die in London shoppen gehen oder abends mit ihrem Freund in fancy Ramen-Restaurants essen. Ich schätze es auch sehr, wenn ich durch die Vlogs einen Einblick in den Arbeitsalltag eines Youtubers oder Blogger sehe. Ich finde es schön zu sehen, wenn jemand viel Zeit in seinen Blog oder in seine Videos steckt.

In letzter Zeit frage ich mich aber immer öfters, worum es bei diesen Videos eigentlich geht. Unter dem oben genannten Get Ready With Me fanden sich die üblichen Kommentare (hier eine Auswahl):

„Kann ich bitte dein Leben haben, nur für einen Tag?“

„Oh mein Gott, du bist so perfekt!“

„Das Leben von Youtuber X: Bringt ein Buch heraus, hat eine eigene Kosmetik-Linie, hat einen bezaubernden Freund, macht Fotoshootings und hat einen erfolgreichen Youtube-Channel. Und mein Leben? Essen, schlafen, Internet und Schule.“

Nun, ich habe keine Statistiken von diesen Youtube-Kanälen aber ich glaube, dass ein Grossteil des Publikums junge Mädchen im Teenager-Alter sind. Die Kommentare haben mich gerade deshalb unglaublich traurig gemacht.

Ich habe im Teenager-Alter oft für Andere geschwärmt. Für Stars, für Serien-Charaktere und für Menschen, die scheinbar ein so tolles Leben hatten. Ich kenne das und ich denke, es ist gesund, bis zu einem gewissen Grad zu schwärmen. Es hört für mich nur da auf, wo man vergisst, was man selber hat.

Haben diese Youtuber wirklich so ein perfektes Leben? Können sie mehr als du und ich? Ich glaube nicht. Ich denke, dass viele dieser Youtuber (und ich spreche hier vor allem von den Daily Vloggern und oben genannten Beauty-Gurus) ihre Arbeit lieben und viel Zeit und Arbeit in ihre Videos investieren. Ich glaube aber auch, dass Youtube immer mehr zu einer Industrie wird. Firmen haben die Lunte mittlerweile gerochen und deshalb erscheint es mir als logische Konsequenz, dass all diese Vlogger plötzlich ein Buch schreiben oder eigene Produkte lancieren oder gar Tours veranstalten, wo Tausende von kreischenden Jugendlichen anstehen und Geld bezahlen, um ihre Idole sehen zu können. Es ist eine Entwicklung, die durchaus positiv sein kann. Ich glaube aber auch, dass so viel Ruhm für eine Person in ihren Zwanzigern ganz schön viel Verantwortung mit sich bringt und dass auch die am Profit beteiligten Firmen aufpassen müssen, wie sie diese Plattform nutzen. Und so wie ich das empfinde, nehmen viele Vlogger diese Verantwortung nicht ernst. Denn letzten Endes sind die Inhalte der Videos neutral. Sie bieten keinen politischen Zündstoff und sie verändern die Welt nicht. Sie sind vor allem dafür da, das Publikum zu unterhalten.

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Ich weiss, man schliesst die Person hinter der Kamera schnell ins Herz. Ich habe auch so meine Favoriten unter den Youtubern. Aber für mich ist klar, dass viele dieser Youtuber mittlerweile berühmte Persönlichkeiten sind und ich ihre Videos im Wissen ansehe, dass sie diese für eine Millionen-Audience kreiert haben. Wir haben keinen Vertrag, geschweige denn eine Freundschaft. Diese Beziehung läuft nur in eine Richtung, denn ich weiss, dass Youtuber X existiert aber der Youtuber weiss nicht, dass ich existiere. Und ich frage mich schon, wieso jemand das Leben einer Person haben möchte, von der man beispielsweise weiss, dass sie manchmal unter Angstzuständen leidet und mit psychischen Problemen kämpft.

Es ist schwierig zu erklären, warum mir die Kommentare unter den Videos von Daily-Vloggern manchmal so sauer aufstossen. Ich frage mich dann immer, ob diesen Personen nicht klar ist, dass essen, schlafen, Internet und Schule Dinge sind, die jeder in seinem Leben haben sollte. Ja, die Schule macht nicht immer Spass (ich habe mir die meiste Zeit am Gymnasium das Ende herbei gesehnt) aber ich bin dahin gegangen, damit ich heute da sein kann, wo ich hinwollte: Zu einem Bachelor-Abschluss der Uni. Und ja, vielleicht habe ich mit fast 24 Jahren keinen Youtube-Kanal mit 5 Millionen Abonnenten und vielleicht habe ich keinen Plan, wie meine Zukunft aussieht aber ich bin glücklich mit meinem Leben, das auf eine andere Art und Weise perfekt ist, arbeite an meiner Karriere und vergleiche mich nicht stets mit Bloggern, die einfach ein anderes Leben führen als ich.

Ich wünsche den Youtubern nichts Schlechtes. Ich sehe schliesslich auch nicht, was sie neben der Kamera machen. Ich weiss nicht, an wie vielen Meetings sie pro Woche teilnehmen und wie schwierig es ist, sich eine Audience aufzubauen und davon auch leben zu können. Und mir ist klar, dass die Klicks bei einem Video das sind, was verkaufte Platten für einen Musiker sind. Aber manchmal fürchte ich einfach, dass eben genau diese Dinge bei vielen Zuschauern nicht im Mindesten im Bewusstsein angekommen sind.

Wen das Thema interessiert, dem empfehle ich den Beitrag „Sissi, die Youtube-Prinzessin“ auf NZZ Campus. Der Beitrag bietet interessante Ansichten von beispielsweise Professoren für Marketing und Medien, die über das Phänomen von Youtuber sprechen. Folgendes Zitat stammt beispielsweise aus dem erwähnten Beitrag:

„Anders als klassische Stars verkörpern die Youtuberinnen eine bekannte Lebenswelt: Sie haben ähnliche Budgets wie ihre Zuschauer, fragen sich bei der gleichen Mode, ob diese in den Alltag eines normalen Schulmädchens passe. Und sie sind erreichbar.“

Im Übrigen kann dieser Beitrag genau so auf andere Personengruppen angewendet werden. Blogger, Stars, you name it.

– Beitragsbild: pixabay.com

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Talk: Weniger wollen und mehr brauchen

17. Januar 2015

Eigentlich nehme ich mir fürs neue Jahr immer „nur“ vor, ein guter Mensch zu sein. Aber dann ist mir in diesen Tagen klar geworden, dass ich einfach zu viele Dinge kaufe, die ich nicht brauche. Ich mag schöne Sachen. Ich gucke mir gerne teures Make Up oder Taschen von Miu Miu an und manchmal sehe ich etwas in einem Youtube-Video und dann muss ich es am nächsten Tag kaufen. Es ist nicht mehr so schlimm mit der Anfixerei wie früher aber mein Geld ist Ende des Monats meistens weg und ich weiss dann auch nicht mehr wirklich, in was ich das ganze Geld investiert habe.

In dieser Welt, wo so viel passiert – sei es im realen Leben oder virtuell – habe ich oft das Bedürfnis nach Einfachheit. Ich mag ein aufgeräumtes Zimmer, Ordnung im E-Mail-Posteingang und klare Strukturen in meinem Tagesablauf. Ich habe oft das Gefühl, dass die Nachrichten und das Leben mir viel abverlangen, obwohl ich weiss, dass ich vieles meistern kann.

Es hat ein bisschen mit Demut zu tun, glaube ich. Mir geht es gut, ich habe alles, was ich brauche und trotzdem habe ich oft das Gefühl, dieses oder jenes auch noch haben zu müssen. Aber ein Project Life-Album oder eine Tasche von Zara erfüllen mich am Ende des Tages auch nicht.

Deshalb habe ich für dieses Jahr einen kleinen Vorsatz gefasst, der für mich aber eine grosse Herausforderung ist: Nicht mehr so viele Dinge kaufen, die ich will, sondern mehr Dinge kaufen, die ich brauche. Das bedeutet nicht, dass ich nie wieder zwischendurch im H&M ein süsses Top für 15 Franken kaufen werde. Ich schreibe diesen Beitrag im Wissen, dass ich mir erst kürzlich eine neue Uhr von Swatch gekauft habe. Aber ich möchte bewusster einkaufen. Brauche ich dieses Oberteil? Werde ich es die nächste Zeit oft tragen können? Kann ich diese Uhr mit allem kombinieren und würde ich sie als Alternative zu meinen Casio-Uhren tragen? Kann ich diesen Einkauf ethisch und moralisch verantworten? (Ich weiss, dass man Einkäufe im H&M und Zara leider nie ethisch verantworten kann. Aber das allein wäre einen zusätzlichen Beitrag wert.) Und vor allem: Wenn ich diese Sache jetzt nicht kaufe, werde ich in zwei Wochen immer noch daran denken?

Ich habe auch beschlossen, mehr in Erlebnisse und Wissen zu investieren. Es war mir irgendwie immer zu schade, Geld für einen Wochenend-Trip auszugeben. Aber ganz ehrlich: Sind es nicht solche Trips, von denen man am meisten schöne Erinnerungen mit nach Hause nimmt? Ich will mehr in gutes Essen investieren. Wenn ich einmal im Monat nach dem Besuch im Fitnessstudio Lust auf Sushi habe, werde ich mir welches holen, auch wenn es teuer ist. Ich werde mir morgens auf der Arbeit einen Cappuccino aus dem Personalrestaurant gönnen, weil es mich glücklich macht. Und ich möchte mir endlich mal eine gute Zeitschrift abonnieren, aus der ich was lernen kann. Ich will wieder mehr lesen und zwar Dinge, die mich weiterbringen. Ich will endlich weniger „Ich hab nichts anzuziehen“ und mehr „Ich liebe jedes einzelne Teil in meinem Kleiderschrank, auch wenn es nicht so viele sind“. Zum letzten Satz empfehle ich euch, den Artikel „What is a capsule wardrobe, anyway?“ auf Un-fancy zu lesen. Sehr inspirierend!

Und wenn es mal nicht klappt und ich irgendeinem Impuls nachgebe, will ich kein schlechtes Gewissen haben. Weil ich ein Mensch bin, der es jeden Tag versucht. Und ganz grundsätzlich will ich mich dieses Jahr wieder mehr daran erinnern, mich selbst zu lieben. Wie Marie Meimberg es so schön in ihrem Video sagte: Lernt, euch zu lieben. Nicht für das, was ihr werden wollt. Sondern für das, was ihr seid.

In dem Sinne: Für mehr einfach im Leben. Weil um uns herum schon viel zu viele Dinge geschehen, die ich niemals verstehen werde.

– Beitragsbild: splitshire.com